Faust

scheissenicht so gutdurchschnittlichgutsuper Film! (noch nicht bewertet)
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Ein scheinbar langweiliges Thema aus alter Schulzeit findet nun den Weg in die deutschen Kinos. Ich rede natürlich vom literarischen Meisterwerk Goethes Faust, welches in der Schule zum Pflichtprogramm gehört.
Neben dem meisterlichen Buch aus vergangenen Jahren ist auch eine filmische Interpretation unterwegs, welche allerdings dem Buch nicht gerecht wird und für heute Maßstäbe schon sehr veraltet ist. Wenn man in der Schule sich die Verfilmung zu Gemüte geführt hat, führte dies meist nur zu Gähner und Stirnrunzeln, denn die Verfilmung ist einfach lahm und platt. So wurde es auch langsam Zeit, dass Faust wieder neu verfilmt wird.
Kein geringerer Regisseur als Aleksandr Sokurov hat sich dieser angenommen und schuf dieses 138 minütige Remake, so fern man von einem Remake sprechen kann in diesem Fall.
Die Produktion ist eine russische und weiß vor allem durch Atmosphäre zu begeistern. Der Trailer von Faust wirkt nicht 08/15 – Mainstream-like sondern besticht durch diese besondere Filmart.
Das Drama, welches eben mit 138 Minuten eine Überlänge provoziert ist wirklich lohnenswert und das nicht nur für Goethe-Interessierte. Es ist zwar kein Popcorn-Schlager schlechthin, aber ein famoser Film, der begeistert.
Die Story sollte jedem relativ bekannt sein, obwohl der Film durch eine freiere Interpretation besticht, im Gegensatz zur ersten Verfilmung.
Faust fühlt sich in der Gesellschaft deplaziert. Dennoch hat er das Gefühl zur Wortliebe und den Glauben an das Gefühl des Unglücks.
Eine Verfilmung eines Klassikers wie dieses von Johann Wolfgang Goethe ist sicherlich eine Herausforderung, aber dennoch verwunderlich, dass die neue Verfilmung so lange auf sich Warten lässt und dann eben sogar aus Russland kommt, welches nicht gerade dich literarische Verfilmungen auf sich aufmerksam gemacht hat.
In jedem Fall jedoch ist Faust eine würdige Verfilmung, die man zwar nicht zwingend gut finden muss, aber wenigstens gesehen haben sollte.


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